Zügel und Trensen mit Snaps – negative Auswirkungen für das Pferd

Auf den ersten Blick sieht man die leichte und schnelle Möglichkeit Gebisse und Zügel zu entfernen und zu tauschen – auf der anderen Seite steht das Wohlergehen des Pferdes: denn anders als bei herkömmlichen Trensen, wo das Gebiss und die Zügel ausschließen aus Leder bestehen, sind bei Modellen mit den Snaps Metall (von den Snaps) auf Metall (von den Gebissringen), was ein absolut unangenehmes Gefühl für das Pferd verursacht. 

Beim Annehmen und Nachgeben reibt der metallische Snap auf das metallische Gebiss, durch die auf- und ab- Bewegung des Zügels.

Wird Metall auf Metall bewegt, entsteht eine mehr oder weniger „rauhe“ Reibung, welche bei empfindlichen Pferden auf Dauer zu Störungen führen kann (nehmt einmal eine Gabel in den Mund und bewegt eine weitere Gabel auf dem Griff der anderen).

Zungenstrecken, Festbeißen, übermäßiges Kauen, Verspannungen-, oder im schlechtesten Fall- kann Headshake entstehen. Das im Maul liegende-, und von der Zunge tragende (einfache) Gebiss leitet somit die Einwirkung nicht nur auf Kinnladen und Maulwinkel weiter, sondern auch auf die umliegenden Nerven des Pferdekopfes.

Ein weiterer Nachteil der Zügelsnaps ist, dass die Zügelhilfe verzögert und ungenau am Gebiss ankommt. Der Snap folgt durch sein (wenn auch geringes-) Eigengewicht dem angenommenen Zügel langsamer, als ein direkt am Gebiss eingeschnallter Zügel.

Die oben genannten negativen Effekte entstehen übrigens auch, wenn man mit einer normalen Longe  am Gebiss longiert, weshalb man dies nicht machen sollte.

Quelle: Kompetenz pro Pferd

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